Stark wie ein Baum

Dez. 23, 2025 | Elemente & Selbstheilung | 0 Kommentare

Eine Reflexion über Verwurzelung, Gesundheit und Nachhaltigkeit

Der Baum ist eines der ältesten Symbole für Leben, Gesundheit und Verbindung. Gerade in der dunklen Jahreszeit lädt er uns ein, über Verwurzelung, Stabilität und nachhaltige Stärke nachzudenken – persönlich wie planetarisch.

Der Lebensbaum: ein uraltes, archaisches Symbol. Yggdrasil, der heidnische Weltenbaum symbolisiert den Kosmos. Der Weltenbaum verbindet die Erde mit dem Himmel und der Unterwelt. Vermutlich war Yggdrasil eine Eibe, fehlgedeutet als Esche. Längst hat der Tannenbaum, der leicht mit der Eibe verwechselt werden kann die Welt und die christliche Mythologie erobert.

Auch der fernöstliche Ginkgobaum ist ein Lebensbaum, als Arzneipflanze in der Apotheke erhältlich, als Tempelbaum in China und Japan hochverehrt. Eiben und Ginkgobäume können uralt werden.

Der Baum steht für Nachhaltigkeit: ohne Bäume wäre die Erde nicht bewohnbar. Mit jedem Quadratmeter Regenwald, der gerodet wird oder in Buschfeuern abbrennt, gelangt mehr CO2 in die Atmosphäre. Bäume sind die Lunge unseres Planeten, denn sie binden CO2 ein und produzieren Sauerstoff, der uns Tieren und Menschen dann zur Verfügung steht. Wälder verringern den Treibhauseffekt und verlangsamen den Klimawandel. Bäume sind eine erneuerbare Energiequelle: Sie liefern Brennstoff und Material, das wieder nachwachsen kann.

Der Baum steht für Gesundheit: viele Bäume sind Arzneipflanzen. Ein Mensch wird in den Baum gezeichnet: der Kopf und die Arme ragen in die Krone, der Körper bildet den Stamm, die Füße dringen in die Wurzeln. Der Baum – ein Symbol für ewige Gesundheit. Nicht umsonst heißt es: Stark wie ein Baum.

Die traditionelle indische Medizin, Ayurveda, teilt den Baum als Symbol für die Heilkunst in drei Abschnitte ein: die Wurzeln stehen für das Wissen, der Stamm für die Überlieferung, und die Krone für die Praxis, das Ausüben des Wissens. Im Yoga gibt es die Baum-Übung: Vrksha Asana fördert das innere Gleichgewicht. Im Schamanismus kann die Schamanin über den Baum in Verbindung mit der Schöpfungskraft treten.

Und ist es nicht einfach zu verstehen? Jeder kennt den Begriff „verwurzelt sein“ oder „sich verwurzeln“. Heimatlosigkeit und Migration bringen viele Gesundheitsprobleme mit sich. Wer sich verwurzeln kann, ein Zuhause hat, gewinnt an Stärke. Stark und nachhaltig gesund – wie ein Baum.

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Morgana Hack

Morgana Hack

Blog Autorin

Meine große Leidenschaft sind Heilpflanzen. Mein Blog beschreibt Kräuterwissen aus Volksheilkunde, Fünf-Elemente Medizin und wissenschaftlicher Phytotherapie. Lerne mehr über Frauenkräuter und Heilpflanzen aus allen Regionen der Welt! Entdecke die Heilkraft von Nahrungspflanzen und Mikronährstoffen! Mit praktischen Tips für den Alltag.